1. Preis (geteilt): „Moving Square“ von Jürgen Heinz

Deutlich wurde das besonders in der Arbeit „Moving Square“ von Jürgen Heinz. Zwei deckungsgleiche Rahmen, die sich durch den kleinsten Windhauch gegeneinander verschieben, zeigen einen Ausschnitt der Wirklichkeit. Meint man. Es können aber auch zwei Bilder und damit zwei Wirklichkeiten sein. Wie zwei Folien, die dasselbe zeigen. Original und Klon. Man beginnt seiner Wahrnehmung zu misstrauen ... Überzeugend an dieser Arbeit  ist neben ihrer Assoziationsoffenheit, das Gefühl der Irritation, das sie erzeugt, verbunden mit dem Erstaunen darüber, wie schnell man mit seinem „Weltbild“ ins Wanken geraten kann. Dass die Sicht durch die Rahmen den Blick auf die dahinter liegende Landschaft für immer verändert ist durchaus eine Erfahrung.

Die Arbeit des Kasseler Metallbildhauers Jürgen Heinz zeigt zwei deckungsgleiche Rahmen, die sich durch den kleinsten Windhauch gegeneinander verschieben. So zeigen sie einen Ausschnitt der Wirklichkeit – aber nur scheinbar. Es könnten auch zwei Bilder – und damit zwei Realitäten – sein. Man beginnt, seine eigene Wahrnehmung zu hinterfragen. Schnell gerät ein scheinbar festes Weltbild ins Wanken – es entsteht Raum für „Change!?“, Veränderungen. Mit dem ersten Platz erhält Jürgen Heinz ein Preisgeld von 2.000 Euro.