Preisträger bewegter wind 2010

5. Kunstwettbewerb „bewegter wind“ 2010  – Turbulenzen

Die Preisträger 

Preisträger bewegter wind 2010 v.l.n.r.Lisa Küpper (bw), Dr.Bluttner(Stadtrat Frankenberg), Heinz Schmid (Sonderpreis Nationalpark), Hannah Streefkerk (Lobende Erwähnung), Dr. Reinhard Kubat (Landrat Wa-Fkb), Reta Reinl (bw), Manfred Bauer (Nationalpark Kellerwald-Edersee)

Preisträger Kunstpreis 2010  „bewegter wind“:

Joachim Römer, Köln für „Windtunnel“

Träger des Sonderpreises des Nationalparks Kellerwald-Edersee:

Heinz Schmid, Schweiz für „Klangbrücke“

Lobende Erwähnung:

Hannah Streefkerk, Niederlande für ihre Installation mit „Pompöntjes“
Wolfgang Richter, Österreich für „Windhauch“

 

  v.l.n.r.Lisa Küpper (bw), Dr.Bluttner(Stadtrat Frankenberg), Heinz Schmid (Sonderpreis Nationalpark), Hannah Streefkerk (Lobende Erwähnung), Dr. Reinhard Kubat (Landrat Wa-Fkb), Reta Reinl (bw), Manfred Bauer (Nationalpark Kellerwald-Edersee)

 
  Preisträger Kunstpreis 2010  „bewegter wind“:

Joachim Römer, Köln für „Windtunnel“

Die Jury spricht Joachim Römer den Kunstpreis „bewegter wind“ 2010 für seine Arbeit „Windtunnel“ zu. Sie würdigt damit, in welcher Vielseitigkeit, Stimmigkeit und ästhetischen Wirksamkeit das Thema „Turbulenzen“ im künstlerischen Umgang mit Wind gestaltet wurde. Der „Windtunnel“ verwendet gegensätzliche Materialien – natürliches Fundholz und künstliche ausgediente Plastiktüten – für eine begehbare, durchlässige, flexible, zugleich stabile Installation, die sich sensibel auf die örtlichen Gegebenheiten der Landschaft und das Spiel mit Wind, Licht, Raum und Klang einstellt. Die Arbeit verbindet einen hohen Reflexionsgehalt in all ihren Komponenten mit vielfältigen Anschlussmöglichkeiten für assoziative Wahrnehmungen. Als interaktives Moment bietet die Installation zudem nicht nur reichhaltige körperlich-sinnliche Erfahrung, sondern auch – als Teil des Konzepts – soziale Kommunikation im Produktionsprozess durch den Einbezug der regionalen Bevölkerung. Joachim Römers „Windtunnel“ verwirklicht daher in hervorragender Weise ästhetische Beweglichkeit und die Idee des Preises.

Joachim Römer realisierte den „Windtunnel“ gemeinsam mit einer Gruppe Auszubildender der Kreishandwerkerschaft und deren Anleiter Hagen Lubig. Sie schlugen Windbruchbäume und montierten Windtunnel und Tüten. Die Namen der Jugendlichen aus Waldeck-Frankenberg: Alessander Crupi, Giovanni Deforenzo, Timo Campart, Michel Brosinski, Kevin Preitz, Sven Emde, Alexander Gutknecht.

Joachim Römer studierte Kunst und Design u.a. bei Wewerka und Sovak in Köln. Installationen im öffentlichen Raum, internationale Projekte, Videos und Grafik sind seine Arbeitsgebiete. www.unterblicken.de

 

Träger des Sonderpreises des Nationalparks Kellerwald-Edersee:

Heinz Schmid, Schweiz, für „Klangbrücke“

Mit dem Sonderpreis des Nationalparks Kellerwald-Edersee wird die „Klangbrücke“ von Heinz Schmidt ausgezeichnet. Die Jury ist beeindruckt, wie diese audiovisuelle Skulptur zugleich formale bzw. technische Perfektion und poetische Leichtigkeit in sich vereinigt. Die konzertierenden Röhren lassen sich synästhetisch erschließen. Ausgesprochen überzeugend ist alles durchdacht – von der Wahl der Örtlichkeit über die filigrane Aufhängung im Geäst bis zu den zarten oder turbulenten Berührungen im Wind und der damit verbundenen Klangwelt zwischen Kalkül und Zufall.

Heinz Schmid lebt in Benglen in der Schweiz. Er ist Künstler und Bauingenieur. Installationen im Siedlungsraum und in der Natur bearbeiten unter anderem die Frage: Wo liegt die Grenze zwischen der darstellenden Figur und der abstrakten Form?

Lobende Erwähnung:

Hannah Streefkerk, Niederlande für ihre Installation mit „Pompoentjes“

Hannah Streefkerks malerische, farbenfrohe Arbeit zeigt auf sehr anregende Weise Humor und überspitzt die Vorstellung einer bunten sommerlichen Blumenwiese durch eine Technik, die sonst vor allem Pudeln winterlicher Wollmützen vorbehalten ist. Inszeniert wird eine begrenzte Schönheit zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit. Hannah Streefkerk kommt aus den Niederlanden. In ihrer Arbeit setzt sie natürliche Erscheinungsformen um in Muster, Rhythmus, Form und Struktur. Dies geschieht in Installationen und Stickarbeiten.

www.waanwaar.nl

Lobende Erwähnung: Wolfgang Richter, Österreich für „Windhauch“

Wolfgang Richters „Windhauch“ überzeugt durch die Sparsamkeit und Effektivität der eingesetzten Mittel, durch ihre dezente Umformulierung natürlicher Pflanzenstrukturen und durch ihren Umgang mit dem Raum, dessen Perspektive sie gleichzeitig öffnet und begrenzt und damit für die Wahrnehmung konzentriert.Wolfgang Richter lebt und arbeitet in Salzburg. Seine Landart Projekte und Interventionen im Naturraum sind eingebunden in Prozesse des Werdens und Vergehens, bei denen der Faktor Zeit eine Rolle spielt. Sie nehmen einen Dialog mit elementaren Vorgängen wie Bewegungen von Wasser, Strömung, Wind und Licht auf.

www.wolfgang-richter.eu Windhauch auf Youtube.com

Juroren:

Dr. Friedrich W. Block, Stiftung Brückner-Kühner, Leiter des Kunsttempels Kassel

Susanne Jakubczyk, Kassel, M.A., Kunstwissenschaftlerin

Dr. Rolf Luhn, art regio- Sparkassenversicherung

Prof. Ursula Sax, Bildhauerin, Dresden, www.ursulasax.de

Mit freundlicher Unterstützung:

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Sparkasse Waldeck-Frankenberg, art-regio/SV Sparkassenversicherung, LAG Erneuerbare Energien Hessen, Bundesverband Windenergie, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Nationalpark Kellerwald-Edersee, Touristikservice Waldeck-Ederbergland GmbH, CUBE Engineering GmbH, e.on, Region Kellerwald-Edersee,  BWF Wa-Fkb, Kreishandwerkerschaft Wa-Fkb, Hotel Schloss Waldeck, Mütze Textilband, Kreisluftsportverband Waldeck e.V., wpd think energy GmbH&Co.KG, Stadt Diemelstadt, Stadt Frankenberg, movelo- Nordhessen